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Zainab - Aufruf gegen Unrecht und Gewalt
 

Hazrate Zainab (a.) war eine mutige Frau von großer Ausstrahlung, - redegewandt, ruhig. Sie hatte diese Eigenschaften von ihrer Mutter Fatima (a.) und ihrem Vater, Imam Ali (a.). Sie war Sprecherin der unterdrückten Menschheit und erhob ihre Stimme gegen Unrecht und Gewalt, - so auch in einer Situation, in der Terror und Furcht die Menschen von Kufa3  beherrschten.

"Wehe Euch, Leute von Kufa!

Weint Ihr um unser Leid, die Ihr doch mit angesehen habt, wie die wertvollsten unserer Brüder niedergemetzelt wurden? Weint Ihr um unser Leid?

Eure Tränen nützen nichts. Sie rechtfertigen nicht Eure Tatenlosigkeit, Eure Tränen dienen nur Euch selbst zu Eurer Selbstrechtfertigung. Mögen die Tränen in Euren Augen nie trocknen. Ihr gleicht den Frauen, die ihr Gespinst nach getaner Arbeit wieder in Strähnen auflösen.

Der Islam hat Euch Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit gebracht, und Ihr habt selbst diese Werte wieder aufgegeben. Ich sehe in Euch nichts außer Doppelzüngigkeit, Eigennutz und Verrat. Aufrichtigkeit sehe ich in Euch nicht. Ihr wollt damit Euer Leben retten. Ihr seid die gleichen, die beim Sieg der Feinde Freudentränen geweint haben. Und nun, wo Ihr uns sehen könnt, da weint Ihr noch einmal, - vergebens.

Ihr habt keine klare Linie, Ihr gleicht einer Pflanze, die im Unrat gedeiht oder einem Stein, der ein Grab schmückt. Ihr seid ein totes Volk, seelenlos und brackig, - tot deswegen, weil Ihr zu allem bereit seid, um Euer Leben zu erhalten. Gottes Missfallen habt Ihr Euch zugezogen. Ihr ließet uns töten und wollt nun um uns weinen?! Es wäre angebrachter, dass Ihr um Euch selbst weintet. Denn diejenigen, die sich für Freiheit und Gerechtigkeit opfern, die in dieser Sache sterben, haben ein gutes Ende vor sich. Zu beweinen sind jene, die auf der anderen Seite stehen. Welch ein Vergehen habt Ihr begangen."

(aus Al-Fadschr)

"Der Widerstandswillen und die Opferbereitschaft dieser großartigen Frauen in diesem aufgezwungenen Krieg ist so bewundernswert, dass es Feder und Sprache an Macht fehlt, dieses in Worte fassen zu können. Im Verlaufe dieses Krieges habe ich Scharen Mütter und Gattinnen gesehen, die ihr Liebstes verloren! Ich glaube nicht, dass an anderen Orten Vergleichbares zu dem geschah, was sich in dieser Revolution ereignet!

Das, was für mich unvergesslich sein wird, obwohl sich dieses immer wieder ereignet, ist die Eheschließung eines jungen Mädchens mit einem Revolutionswächter, welcher im Kriege beide Arme verlor und dessen Augenpaar beschädigt wurde.53 Dieses junge Mädchen mit seiner großen Seele, überreich an Frische und Innigkeit, sagte: "Nun, da ich nicht an die Front gehen kann, erlaubt mir, mit dieser Heirat meiner Verpflichtung gegenüber der Revolution und meiner Religion gerecht werden zu können!"

Lob und Gruß - in uneingeschränktem Maße - sei der Frau und den Frauen dieser wertvollen Gesinnung und dieser Größe!"

(Imam Khomeini, 25.1.61 iranischer Zeitrechnung)



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