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Die Unterdrückung der Frau in kommunistischen Ländern

Da die kommunistischen Führer die Grundlage zur Existenzfähigkeit der Gesellschaft in der Produktion lebensnotwendiger Erzeugnisse sehen, an nichts anderem als an der Wirtschaft und an materiellen Werten interessiert sind und Seele, Geist und Moral des Mannes und der Frau sowie die Bedeutung der Familie unberücksichtigt lassen, betrachten sie sämtliche ethischen Grundlagen familiärer Bindungen als Produkt der Vorstellungswelt der Bourgeoisie und sind darum bemüht, die Frau ihrer natürlichen Bestimmung zu entfremden und sie in den Dienst der Wirtschaft und Produktion zu stellen.

In diesem Sinne erklären sie den 'privaten' Familienkreis als 'null und nichtig', als unbedeutend und sagen:

'Wir stellen die Frauen an den Arbeitsplatz und nutzen ihre Arbeitsproduktivität ebenso wie die des Mannes. Ihre Kinder ziehen wir in Kinderheimen auf.

Haben wir den Frauen Arbeit gegeben und die Kinder in Horten großgezogen, so werden sich die unberührten Mädchen ruhigen Gewissens der 'Liebe' zur Verfügung stellen. Zur Lockerung und Auflösung der Familienbande wurde in der Sowjetunion im Jahre 1926 ein Gesetz erlassen, welches eine Scheidung müheloser ermöglichte als eine Eheschließung.

An dem Resultat der 'freien Ehe' und der Trennung der Mütter von ihren Kindern wird das tiefe Unrecht und Verbrechen, dass den Frauen zugefügt wurde, ersichtlich. Im Jahre 1964 standen in Ungarn Schwangerschaftsunterbrechungen und Geburten in einem Verhältnis 14:10 und in Rumänien 13:1.

In der Sowjetunion betrug im Jahre 1935 das Scheidungs- und Eheschließungsverhältnis 35:100, Jedoch bewies letztlich die Erfahrung aus der Verordnung jener verantwortlichen Sowjets, dass das Ausmaß der Scheidungen in Grenzen gehalten und der Familienordnung Beachtung gezollt werden muss. Die kommunistischen Führer ließen die Frauen- unter der Bezeichnung 'Befreiung der Frau aus der Sklaverei des Mannes - aus der Geborgenheit des Familienlebens herauszerren, - hinein in Entbehrung, Trennung und in die staatliche "Sklaverei" des Frondienstes in den Fabriken, -unter der Parole:

"Kommt, wir wollen den Müttern die Bewältigung ihrer mütterlichen Pflichten erleichtern, damit diese uns bei den Aufgaben in der Gesellschaft und der Produktion behilflich sein können.36

Selbstverständlich besteht aus islamischer Sicht kein Grund, der die Frauen hindern würde, sich in ihrer freien Zeit mit sozialen Tätigkeiten oder denen der Herstellung zu beschäftigen.

Jedoch, welche ihrer Tätigkeiten wäre wohl positiver als das Erziehen einer tapferen Jugend- der kommenden Generation - der sie das Leben schenkten, auch wenn einige, die sich als "Jünger Lenins' bezeichnen, die "Arbeit in der Familie' als unwichtig verstehen.37 Wer könnte wohl, außer der Mutter, den Kindern all die Liebe, Hingabe, Aufopferung, Zärtlichkeit, Güte,- all das mütterliche Lächeln schenken?!

Wer könnte die Jugend besser erziehen und formen als sie?! Weshalb sollen der Frau die Aufgaben, für die sie geschaffen wurde, die ein Teil ihrer Bestimmung und ihrer natürlichen Veranlagung sind, welche sie mit Interesse und Liebe- im Sinne des Wohles der Gesellschaft- erfüllt, entzogen werden, so dass sie gezwungen ist, ihre Kinder Pensionen anzuvertrauen, um Arbeiten der Männer leisten zu können, - angesichts der zudem hohen Arbeitslosigkeit in deren Reihen?!

Und ist, falls erwartet wird, eine Frau könne sowohl ihre mütterlichen Pflichten und ihre Aufgaben als Gattin aufs beste erfüllen, als auch gleichzeitig als gute Staatsbürgerin in den Fabriken produktive Leistung erbringen, eine solche, alle Grenzen überschreitende Vorstellung, als etwas anderes als Unrecht, Willkür, Erpressung und Unterdrückung zu bezeichnen?

Ein gravierendes Problem, mit dem die sowjetische, kommunistische Gesellschaft konfrontiert ist, stellt die hohe Scheidungsquote dar.

Zwei Eheschließungen stehen heute im Verhältnis zu einer Ehescheidung. Im Jahre 1975 machte der Ärztekongress der Moskauer Universität die Regierung auf die drohende Gefahr aufmerksam und riet ihr, unverzüglich geeignete Maßnahmen gegen diese Gefahrensituation, das heißt die hohe Scheidungsrate und das starke Geburtendefizit in Erwägung zu ziehen. Neuerliche, in der Sowjetunion veröffentlichte Statistiken, lassen erkennen, dass - im Gegensatz zu den kommunistischen Gebieten - in jenen Landesteilen mit russisch-muslimischer Bevölkerung auf Grund des islamischen Einflusses der Bedeutung der Familie sowie der Dauerhaftigkeit familiärer Bindungen mehr Wert beigemessen wird und die Eheschließungs- und Geburtenrate eine zunehmende Tendenz aufweist.

Und zwar in einem Masse, welches die Regierung der UDSSR in Unruhe und Besorgnis versetzt, da sie befürchtet, dass bei einer derartigen Entwicklung die muslimische Bevölkerung gegen Ende dieses Jahrhunderts der kommunistischen zahlenmäßig überlegen sein und die Staatsführung übernehmen könne, - insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass infolge des Sieges der islamischen Revolution im Iran die islamische Bewegung in der Sowjetunion intensiver geworden ist.

Imam Sadiq (a.) sagte sinngemäß:

"Liebe und Freundlichkeit gehören zu den Rechten des Kindes, - Liebe und Freundlichkeit gehören zu den Rechten des Vaters und der Mutter, - Gott wird gegenüber jenem seiner Geschöpfe, der seinem Kind ein höheres Maß an Zuneigung entgegenbringt, barmherzig sein."

Der Prophet Mohammad (s.) sagte:

"Die Edlen ehren die Frauen, die Niedrigen, Gemeinen verachten sie!"


"Das sind die, welche die Ungläubigen zu Vertrauten machen anstatt der Gläubigen! Wünschen sie denn etwa Macht (und Große) durch sie, obwohl alle Macht in Gottes Hand liegt?" [Sure 4 : Vers 139]

"Wer Satan an Stelle Gottes zum Vertrauten nimmt, der ist gewiss offenkundigem Verderben verfallen." [Sure 4 : Vers 119]

"Was Ihr außer Ihm verehrt, sind weiter nichts als bloße Namen, die Ihr erfunden habt, Ihr und Eure Väter, - nicht herabgesandt hat Gott hierzu irgendeine Vollmacht! Es gibt kein Gebot außer dem von Gott! Er hat befohlen, dass ihr nichts anbetet, außer Ihm! Das ist die wahre Religion, - doch die meisten Menschen wissen es nicht!"
[Sure 12, Vers 40]

 

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