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Hidschab (Islamische Bedeckung)
Den Bestimmungen über die islamische
Bekleidung (Hidschab45)
liegen meines Erachtens Überlegungen psychologischer,
familiärer und gesellschaftlicher Art zugrunde, wobei auf
die natürliche Veranlagung der Frau ebenfalls Rücksicht
genommen wird. Die Bekleidungsordnung geht auf eine
allgemeine und grundsätzliche Richtlinie des Islam zurück,
wonach sich sexuelle Freuden, optische wie körperliche, auf
die rechtliche Ehegemeinschaft beschränken sollen und die
Gesellschaft nur den Rahmen für Arbeit und
Selbstverwirklichung bietet. Im Gegensatz zur westlichen
Gesellschaftsordnung, wo die Grenzen der Arbeits- und
Vergnügungswelt fließend sind, wird im Islam versucht, diese
Bereiche auseinanderzuhalten.
Bei der Frage der Kleiderordnung oder,
wie es in unserem Jahrhundert heißt, des Schleiertragens,
geht es nicht darum, ob es besser ist, dass die Frau ihren
Körper in der Öffentlichkeit bedeckt oder ihn nackt zur
schau trägt; es geht vielmehr darum, ob sie es dem Mann so
leicht machen soll, sich auf ihre Kosten zu vergnügen und ob
ihm das Recht eingeräumt werden soll, sich sexuelle
Befriedigung bis hin zur Unzucht bei jeder beliebigen Frau
der Gesellschaft zu verschaffen.
Es ist zwar richtig, dass bei
oberflächlicher Betrachtung die Frage lautet, was die Frau
tun sollte; soll sie ihren Körper bedecken? Das heißt, die
Frage wird in ihrem Namen gestellt und mit emotionalen
Ausdrücken der Anteilnahme, wie z.B. ob die Frau frei oder
zum Schleiertragen verurteilt sein soll, derart überlagert,
dass der Grundgedanke der Fragestellung verlorengeht. Die
eigentliche Frage lautet aber, ob die Mädchen bei der
sexuellen Ausbeutung der Frau bis hin zur Unzucht absolute
Freiheit besitzen sollen? Bei dieser Fragestellung sind eher
die Interessen der Männer berührt. Nach den Worten von Will
Durant findet mit Ausnahme der Textilindustrie alle Welt
Wohlgefallen an kurzen Röcken.
Der Islam beantwortet die obige Frage
gemäß ihrem tieferen Sinn mit einem klaren "Nein". Der Mann
darf nur in der ehelichen Gemeinschaft im Rahmen der
Bestimmungen der Ehegesetze nach Übernahme der
entsprechenden Verantwortung und Verpflichtung bei seiner
ihm rechtlich angetrauten Ehefrau sexuelle Befriedigung
suchen. Dieses ist ihm außerhalb der Ehegemeinschaft und mit
fremden Frauen untersagt. Auch der Frau ist es verboten,
Männer außerhalb der Ehegemeinschaft in irgendeiner Art und
Weise sexuell zu befriedigen. Die Frage nach ihrem tieferen
Sinn lautet also: Soll man die sexuellen Freuden auf die
Ehegemeinschaft und die rechtlichen Ehepartner beschränken
oder sie so ausdehnen, dass sie auch die anderen Bereiche der
Gesellschaft erfassen? Der Islam befürwortet die erste
Alternative. Die Beschränkung der sexuellen Freuden auf die
Ehegemeinschaft und die rechtlichen Ehepartner trägt aus
islamischer Sicht zur Erhaltung der psychischen
Unversehrtheit der Gesellschaft bei, festigt die Grundlagen
der Familiengemeinschaft, steigert die Leistungsfähigkeit
der Menschen in der Gesellschaft und hebt das Ansehen der
Frau.(Schahid Ayatollah Motahhari)
Die heutige Erfahrung bezüglich des
Engagements gegen das Schah-Regime hat gezeigt, dass die
Frauen, mehr als zuvor, ihre Freiheit durch ihre Bekleidung,
die ihnen der Islam empfahl, erreichten.
(Imam Khomeini, 10.8.57, iranische Zeitrechnung).
"Und sprich zu den gläubigen Frauen,
dass
sie ihre Blicke zu Boden senken und ihre Keuschheit wahren
und dass sie jenes, was sie schmückt, nicht offen zur Schau
tragen sollen bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und
dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen .... "
[Sure 24: Vers 31]
In den mephistophelisch regierten Staaten
dient die Frau als stärkste Waffe, die zum Zwecke der
Ausbeutung und Verbreitung von Verworfenheit und Unsitte
innerhalb der Gesellschaft eingesetzt wird. Die dem Reichtum
und Imperialismus Huldigenden benutzen die Frau als
Propagandawerkzeug im Eigeninteresse und degradierten sie
zur Puppe, zur Steigerung des Konsums.
Ebenso, wie Satan seinerzeit versuchte,
die Wahrheit im entgegengesetztem Sinn darzustellen, als er
sprach: 'Wenn Ihr von dem verbotenen Baum esst, so werdet
Ihr werden wie Engel oder aber für alle Zeiten im Paradiese
bleiben,' obwohl das Gegenteil dieser seiner Worte der
Wirklichkeit entsprach und das Kosten der Früchte des
verbotenen Baumes ihre Vertreibung aus dem Paradies des
Friedens zur Folge hatte, ebenso wandten und wenden sich die
mephistophelisch gesinnten der imperialistischen Welt in
Ausbeutung und Entrechtung eines Volkes an dessen Frauen.
Sie entstellten und verdrehten die Wahrheit und entzogen den
Frauen im Namen der Freiheit die Freiheit des Geistes und
der Moral, stießen sie hinaus aus dem "Paradies der
Familienidylle und zerrten sie in die Ketten des Lasters und
der Begierde.
Der Heilige Qur'an gibt in der
7. Sure,
Vers 27, dazu folgenden Hinweis:
"0, Ihr Kinder Adams,
lasst Satan Euch nicht verführen, wie er eure Eltern aus dem
Garten vertrieb, ihnen ihre Kleidung raubend, auf dass er
ihnen ihre Blöße zeigte."
In einer idealen, den Worten des Heiligen
Qur'an gemäß lebenden Gesellschaft, besitzt die Frau einen
derartig hohen Status, dass ein Prophet wie Moses (a.) bereit
ist, 8 Jahre lang zu arbeiten, um eine der Töchter des
Scho'aib heiraten zu dürfen.
Der Islam verpflichtet den Mann zur
Leistung einer "Mahr"46 (Brautgabe) an die
Gattin, welche jedoch nicht im Sinne einer Entschädigung zu
verstehen ist, sondern als Zeichen der Zuneigung und als
Beweis der Erkenntlichkeit. Der Islam ist nicht bereit, daß
die Frau, dieses kostbare Kleinod, wie eine
Edelsteinimitation für diesen und jenem auf leichte Weise
erhältlich wird. Mittels des "Hidschab" der Frau möchte er
den Wert und die geistige Bedeutung der Frau zum Ausdruck
bringen, gleich dem "Hidschab" der Perle, die in ihre
Muschel eingebettet und beschützt liegt.
Demgegenüber hält es die Zivilisation des
imperialistischen Westens für angebracht, den Wert der Frau
im Interesse des Verkaufs von Modehits, Kosmetika etc. zu
mindern und sie gleich einer billigen Schmuckimitation
ungeschützt in allen Gassen und Winkeln zur Schau zu stellen
47. Und als Resultat dessen sehen wir, wie im
Westen Jungen und Mädchen, ohne verschwistert zu sein und
ohne jegliche Abschirmung und Vorsicht, miteinander
aufwachsen. Haben sie das Pubertätsalter erreicht, so kennen
sie untereinander meistenteils keinerlei Distanz. Das freie
"Eheleben" haben sie bereits schon in vielen Fällen
kennengelernt, so dass sie nicht nur an einer Ehe nicht mehr
interessiert sind, sondern diese als Ketten und Banden
verstehen, infolgedessen sie entweder nicht heiraten oder
aber, falls sie eine Ehe schließen, diese nicht begleitet
ist von einer zwischen beiden Partnern bestehenden echten
lange andauernden Liebe und Zuneigung, wodurch gegenseitiges
Füreinanderdasein und das Zurückstellen des eigenen 'Ichs'
möglich wären.
Gewohnt an sexuelle Freiheit ist ihr Leben
ständigen Schwankungen unterworfen, welches in der
Konsequenz zu dem Verhältnis: zwei Eheschließungen gegenüber
einer Scheidung führt. Dieses Unausgeglichensein im Leben
erweckt in der Frau die Idee, sich von der Haushaltsführung
loszusagen und unbedingt einen Beruf ergreifen zu wollen,
zumal in jenen Ländern ohnehin häufig die Frauen selbst
ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Diese Situation
führt dazu, dass die Frau dem Mutterwerden oft mit Skepsis
gegenübersteht, weshalb sie sich, trotz ihres sehnlichen
Wunsches nach einem Kind, veranlasst sieht, diesem
vorzubeugen und in Beschwichtigung ihres seelischen
Bedürfnisses einen Hund, eine Katze oder anderes Getier zu
halten, dem sie, an Stelle eines Kindes, ihre Zuneigung,
ihre Mittel und Mühen widmen kann.48
Und jene,
welche Kinder zur Welt bringen, haben, da in vielen Fällen
beide, Gatte und Gattin, mit außerhäuslichen Arbeiten
beschäftigt sind und von ihren eigenen Eltern meistenteils
getrennt leben, keine andere Möglichkeit, als ihre Kinder
tagsüber Kindergärten anzuvertrauen, so dass diese ohne
ausreichende Elternliebe aufwachsen und häufig, ohne die
Pubertätsphase abgeschlossen zu haben, Vater und Mutter
verlassen und sich an Stelle einer Ausbildung, eines
Studiums mit Lohnarbeiten beschäftigen, um ihren
Lebensunterhalt verdienen zu können, selbst wenn sie
studieren.
Es ist deutlich zu beobachten, wie sehr
das automatisierte Leben des Westens dem Menschen den Geist
des Lebens entzieht und die Familien auseinanderzerrt -
Vater, Mutter und Kinder, Gatte und Gattin - so dass im
Grunde jeder für sich allein lebt und sich durch das Halten
von Tieren sowie den Genuss von Alkohol und der verschiedenen
Narkotika über die Einsamkeit hinweg zu trösten versucht.
Heute mutet sie das Zusammenhalten der Familienmitglieder
untereinander, deren Füreinanderdasein, deren gegenseitige
Zuneigung wie ein Märchen an, welches sie nur noch in einem
Film nachvollziehen können. Eine hohe Anzahl Jugendlicher
fühlt, nachdem sie das bittere Ergebnis des maschinellen,
materiellen Lebens ihrer Väter, welches jeglicher Identität
entbehrt, gekostet hat, den Wunsch nach einem idealen Leben,
(welches der Islam bietet), den Wunsch nach der Geborgenheit
und Ruhe eines idealen Familienkreises.
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Hidschab: Bezeichnung für die islamisch vorgeschriebene
Bekleidung
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Mahr: Bekannt als Morgengabe, einer materiellen oder auch
nicht materiellen Leistung des Bräutigams an die Braut, die seitens dieser
und der Brauteltern bestimmt wird.
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Alfred Hitchcock mit seiner Erfahrung in der Kunst der
Filmproduktion sagte:
"Ich bin davon überzeugt, dass die Frau gleich einem aufregendem, an
Spannung und Intrigen reichen Film sein sollte, - dass heißt, dass sie ihre
Charakteristika weniger zeigt, um den Mann dazu anzuregen, sich umso mehr zu
bemühen, sie zu entdecken!
Bis vor wenigen Jahren wirkten die Frauen des Ostens - aufgrund ihres
Hidschabs - anziehend. Genau das verlieh ihnen ihre starke Anziehungskraft.
Jedoch nach und nach ziehen sie (in einer Reihe der östlichen Länder)
infolge ihres Wunsches, den Frauen des Westens 'gleich sein zu wollen', ihre
Gewänder, in die sie sich bis gestern hüllten, fort und büssen damit
gleichzeitig einen Teil ihres weiblichen Charmes ein."
Aus dem Buch "Zum Thema Hidschab" von Shahid Ayatollah Morteza Motahari,
persischsprachige Ausgabe.
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Ein USA-Landwirtschafsminister sagte:
"Wenn wir uns von der Hälfte aller Hunde und Katzen, die wir in unseren
Häusern halten, lossagten, würden die Nahrungsmittel derartig reichlich
vorhanden sein, dass alle Hungrigen der Welt gesättigt werden könnten."
Aus dem Buch "Mensch und Religion", Dar-al-Touhid Kuweit, 1978, S. 103, von
Alkobeiss
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