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Tafsir aus al - Mizan über den Vers
4 : 59
O die ihr glaubt, Gehorcht Allah, und gehorcht dem
Gesanten und denen, die Befehlsgewalt unter euch haben. Dann, wenn ihr über
etwas streitet, bringt es vor Allah und den Gesandten, wenn ihr an Allah und den
Jüngsten Tag glaubt. Das ist besser und letztendlich das Beste. [4 :
59]
Ibn Babawayh berichtete durch seine Überlieferungsskette von Jabir bin Abdillah
al-Ansari, dass dieser sagte:
"Als Allah, der Mächtige und Große, Seinem Propheten (s.) den Vers
herabsandte:
"Gehorchet Allah, und gehorcht dem Gesandten und denen, die Befehlsgewalt
unter euch haben", fragte ich: "O Gesandter Allahs, wir kennen Allah und
Seinen Gesandten, aber wer sind diese, die Befehlsgewalt haben und denen zu
gehorchen Allah mit dem Gehorsam an dich gleichgestellt hat?"
Der Prophet
sagte:
"Sie sind meine Kalifen, o Jabir! Und die Imame der Muslime nach mir. Der erste
von ihnen ist Ali bin Abi Talib, dann al-Hassan, dann al-Hussain, dann Ali ibn
al-Hussain, dann Muhammad ibn Ali der in der Thora als al-Baqir vorkommt; du
wirst ihn sicherlich treffen, o Jabir!
Wenn du ihn siehst, dann übermittle ihm meine Grüße. Dann as-Sadiq Ja´far bin Muhammad, dann Musa ibn Ja´far, dann Ali ibn
Musa, dann Muhammad Ibn Ali, dann Ali Ibn Muhammad Ibn Ali, dann Hassan Ibn Ali,
dann Muhammad (dessen Name der gleiche wie meiner sein wird) Ibn al-Hassan, der
Beweis von Allah (Hujjatullah) auf Seiner Erde und Baqiyyatullah ( der, der von
Allah in Sicherheit gehalten wird) unter Seinen Dienern, er ist der, durch
dessen Hände Allah Der Erhabene die gesamte Welt vom Osten bis zum Westen
erobern wird. Er ist der, der vor seinen Anhängern und Freunden für so eine
lange Periode verborgen bleiben, dass niemand in Glauben an sein Imamat fest
bleiben wird, außer dem, dessen Herz von Allah auf Glauben geprüft worden war."
Jabir sagt: "Ich sagte: "O Gesandeter Allahs! Werden seine Anhänger irgend
einen Nutzen von ihm haben während seiner Verborgenheit?".
Der Prophet (s.)
antwortete:
"Sicherlich, bei Dem, Der mich mit dem Prophetentum gesandt hat! Sie
werden rechtgeleitet werden durch sein Licht und von seiner Wilaya (Liebe,
Führerschaft) Nutzen ziehen während seiner Verborgenheit, so wie die Menschen von
der Sonne Nutzen ziehen, während sie in Wolken gehüllt ist. O Jabir! dies ist ein
Teil der verborgenen Geheimnisse Allahs. So halte es verborgen, außer vor den
Leuten, die es zu wissen verdienen."" (Tafsir al-Burhan)
Tabataba´i (Autor des Tafsir al - Mizan) sagt: An-Nu'mani hat durch seine Kette
von Sulaym bin Qays al - Hilali von Ali (a.s.) eine Überlieferung mit der
gleichen Bedeutung wie die obige berichtet. Genauso hat es Ali Ibn Ibrahim
berichtet durch seine Kette von Sulaiym vom Ali (a.s.). Es gibt noch andere
Überlieferungen, die durch sunnitische und schiitische Überlieferungsketten
übermittelt wurden, die das Imamat der o. g. Imame beschreiben zusammen mit ihren
Namen, was in Yanabi'u 'l-mawaddah, und al-Bahrani's Ghayatu 'l-maram und
anderen Büchern nachgesehen werden kann.
Jabir al-Ju'fi sagte: "Ich fragte Abu Ja´far (Imam Baqir, a.s.s.) nach dem Vers
"Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen, die Befehlsgewalt unter
euch haben "
Er sagte: "Die Imame!""
(at-Tafsir al-Ayyashi)
Tabataba´i sagt:
Al-Ayyashi hat in seinem Tafsri noch eine andere Überlieferung gebracht durch
Umar Ibn Sa´id von Abu al- Hassan (a.s.) , in dem folgende Antwort gegeben wird:
"Ali ibn Abi Talib und die Imame nach ihm."
Ibn Shahrashub berichtet: "Al-Hasan Ibn Salih fragte Imam as-Sadiq (a.s.) darüber
und der Imam erwiderte:
"Die Imame der Ahlul-Bayt des Gesandten Allahs (s.).""
Der Autor sagt: Eine ähnliche Überlieferung wurde auch von Sheikh al-Saduq durch Abu Basir von Imam Baqir
(a.s.) gebracht, in der gesagt wurde:
"Die Imame der Kinder von 'Ali und Fatimah, bis die Stunde (der Abrechnung)
kommt."
Abu Masruq übermittelte einen Ausspruch von Abu Abdillah (Imam Sadiq, a.s.), und
er (Abu Masruq) sagte:
"Ich fragte ihn (Imam Sadiq, a.s.): "Wir haben eine Diskussion mit den Theologen
und wir diskutieren mit ihnen mit den Worten von Allah Dem Erhabenen und Großen:
"Gehorcht Allah, gehorcht dem Gesandten und denen, die Befehlsgewalt unter euch
haben",
aber sie sagen: "Das wurde über die Gläubigen offenbart." Und wir
diskutieren mit ihnen über die Worte Allahs, Des Mächtigen und Hohen:
"Sprich:
Ich verlange keinen Lohn von euch dafür, es sei denn die Liebe zu den
Verwandten." [42 : 23],
und sie sagen: "Das wurde über die nahen Verwandten der
Gläubigen herabgesandt."
So ließ ich nichts wie dieses (Argument) aus, das mir in
den Sinn kam, das ich alles ihm (Imam Sadiq, a.s.) gegenüber erwähnte. Daraufhin
sagte er zu mir:
"In so einem Fall, rufe sie auf zur Mubahala (gegenseitige
Verwünschung auf den, der im Unrecht ist)."
Ich sagte: "Und wie soll ich das tun?"
"Halte dich in gutem und glücklichem Zustand für drei Tage", erwiderte
der (der Imam), "faste, nimm ein rituelles Bad, und gehe mit ihm zu den Bergen.
Dann verschlinge die Finger deiner rechten Hand mit seinen (der rechten Hand),
dann zeige ihm Gerechtigkeit. Beginne mit dir selbst und sage:
'O Allah, der Herr der Sieben Himmel und der Herr der Sieben Erden, der Kenner
des Verborgenen und des Offenkundigen, der Allgnädige, der Barmherzige! Wenn Abu
Masruq die Wahrheit abgelehnt und das Falsche behauptet hat, dann sende
Abrechnung vom Himmel auf ihn und eine schmerzvolle Strafe.'
Dann wende dich mit der gleichen Verwünschung an ihn und sage:
'Und wenn er (dein Gegner) die Wahrheit abgelehnt und das Falsche behauptet hat,
dann sende auf ihn die Abrechnung von Himmel und eine schmerzvolle Strafe.'"
Dann sagte der Imam zu mir: "So wird es nicht lange
dauern, und du wirst es (die Strafe) auf ihm sehen."
Aber, bei Allah, ich habe niemanden gefunden, der auf diesen Aufruf (zur
Mubahala) eingehen wollte." (al-Kafi)
Abdullah Ibn Ajlan berichtete von Abu Ja´far ( Imam Baqir, a.s.) dass er über
diesen Gehorsamsvers sagte:
"Er ist über Ali und die Imame. Allah hat ihnen die Stellung von Propheten
verliehen, außer dass sie nichts für erlaubt oder unerlaubt erklären können."
(d.h. kein neues Gesetz erlassen können, das der Prophet nicht erlassen hat) (Tafsir al-Ayyashi)
Der Autor sagt: Die Ausnahme bekräftigt in dieser Überlieferung, was über diesen
Vers im Kommentar gesagt wurde, dass gemäß diesem Vers es Allah und Seinem
Gesandten vorbehalten war, ein Gesetz zu erlassen.
Burayd ibn M´awiya berichtete, dass Abu Ja´far (a.s.) rezitierte:
"Gehorcht
Allah, und gehorcht dem Gesandten und denen, die Befehlsgewalt unter euch haben:
Dann wenn ihr über irgendetwas einen Streit fürchtet, dann bringt es vor Allah
und den Gesandten und denen, die Befehlsgewalt unter euch haben."
Dann sagte er: "Wie kann es sein, dass Er ihnen Gehorsam anordnet
und dann
erlaubt, mit ihnen zu diskutieren? Er (Allah) meint damit die Widerspenstigen,
denen gesagt wurde, Allah und dem Gesandten zu gehorchen." (a. Kafi)
Der Autor: Alles, was diese Überlieferung zeigt, ist dass der Imam (a.s.) den
Vers erklärte und ihn ausarbeitete, wie wir im Kommentar beschrieben haben. Das
bedeutet nicht, dass der Imam (a.s.) eine separate Version dieses Verses
brachte, was vielleicht durch das Wort "rezitierte" missverstanden werden
könnte. Ein Beweis für das, was wir gesagt haben, mag darin gesehen werden, dass
in anderen Überlieferungen ein anderer Wortlaut verwendet wurde, (die den
gleichen Sinn wiedergeben), und sogar die gleiche Überlieferung steht in einem
anderen Buch. Z.B.:
Hariz berichtet von Abu Abdillah (a.s.), dass er sagte:
"Es wurde offenbart, dass wenn ihr über eine Sache streitet, ihr es vor Allah und
den Gesandten und vor die bringen sollt, die Befehlsgewalt unter euch haben."
(at-Tafsir, al-Qummi)
Auch Ayyashi berichtete von Burayd ibn Mu'awiyah von Abu Ja´far (a.s.) (und es
ist die gleiche Überlieferung die oben aus al-Kafi zitiert wurde), und dieser
Bericht sagt u.a.:
"Dann sagte Er (Allah) zu den Menschen: "Oh die ihr glaubt!", und Er hat (in
dieser Anrede) alle Gläubigen bis zum Tage der Auferstehung mit eingeschlossen;
"Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen, die
Befehlsgewalt unter euch haben." Er meinte damit uns speziell. Dann, wenn ihr
einen Streit über irgendetwas fürchtet, dann bringt es vor Allah und den
Gesandten und die, die Befehlsgewalt unter euch haben. Es wurde so offenbart.
Und wie kann Er ihnen Gehorsam gegen die, die Befehlsgewalt haben befehlen und
ihnen dann erlauben, mit ihnen zu streiten? Damit waren die gemeint, denen der
Gehorsam befohlen wurde und denen gesagt wurde: "Gehorchet Allah und gehorcht
dem Gesandten und denen, die Befehlsgewalt unter euch haben."" (at-Tafsir,al-'Ayyashi)
Abu Basir berichtete von Abu Ja´far (a.s.), dass er gesagt hatte:
""Dies (d.h. der Vers des Gehorsams) wurde über Ali Ibn Abi Talib
(a.s.)
herabgesandt."
Ich sagte zu ihm: "Die Leute sagen zu uns: "Was hat Ihn (Allah) daran gehindert, Ali und seine
Ahlul-Bayt in Seinem Buch namentlich zu erwähnen?"
Abu Ja´far (a.s.) sagte:
"Sage
ihnen: "Wahrlich, Allah hat den Befehl für das Gebet Seinem Gesandten offenbart,
aber Er hat nicht namentlich drei Rak´at oder vier gesagt, bis der Gesandte
Allahs es erklärte; und Er hat (den Befehl für) die Hajj herabgesandt, aber Er
offenbarte nicht: "Macht sieben Mal Tawwaf", bis der Gesandte Allahs (s.a.s.) es
erklärte. (Ebenso) offenbarte Allah: "Gehorchet Allah und gehorchet Seinem Gesandten und denen unter euch, die
Befehlsgewalt haben" und es wurde über Ali und al-Hassan (a.s.) und al-Hussain
(a.s.) offenbart; und (der Gesandte Allahs s.) sagte über Ali (a.s.): "Wessen Führer (mawla)
ich bin, dessen Führer ist auch Ali.""
Der Gesandte Allahs (s.) sagte auch: "Ich mahne euch an das Buch Allahs und meine
Ahlul-Bayt, wahrlich, ich habe
Allah gebeten, sie nicht voneinander getrennt zu lassen, bis Er sie zu dem
Becken (Quelle von Kauthar) bringt, und Er hat es mir erfüllt."
Und er sagte: "Belehre sie (die Ahlul-Bayt) nicht, denn sie sind wissender als ihr.
Wahrlich, sie werden euch nie von dem Tor der Rechtleitung wegführen und sie
werden euch niemals zum Tor der Irreleitung führen."
Wenn der Gesandte Allahs
geschwiegen und die Menschen (seiner Ahlul - Bait) nicht näher identifiziert
hätte, dann hätten sicherlich die Nachkommen von Abbas und die Nachkommen von Aqil und die Nachkommen von
jemand anderem behauptet, (unter ihnen zu sein) aber Allah offenbarte in Seinem
Buche:
"Allah wünscht nur Unreinheit von euch zu nehmen, ihr
Ahlul-Bayt, und
euch rein und lauter zu machen" [33: 33],
und Ali und Hassan und Hussain und
Fatima (a.s.) waren die Interpretation dieses Verses; so nahm der Gesandte
Allahs die Hände von Ali, Fatima, Hassan und Hussain (a.s.) und nahm sie unter
die Decke im Hause Umm Salamas und sagte:
"Oh Allah! Jeder Prophet hatte seine wertvollen Dinge und seine Menschen, und
diese sind meine wertvollen Dinge und meine Menschen."
Umm Salamah fragte: "Bin
ich nicht von deinen Menschen?" und er (s.) sagte:
"Wahrlich, du bist auf einem
guten Weg, aber diese sind meine wertvollen Dinge und die Menschen meines (Hauses)." (at-Tafsir al-'Ayyashi)
Der Autor sagt: Kulaini hat in al-Kafi durch die Überlieferungskette von
Erzählern von Abu Basir vom gleichen Imam (a.s.) eine ähnliche Überlieferung
gebracht mit Unterschieden im Wortlaut.
Ibn Shahrashub zitierte vom Tafsir von Mujahid, dass dieser Vers (des Gehorsams)
über den Fürsten der Gläubigen (Ali, a.s.) offenbart wurde, als der Gesandte
Allahs ihn als seinen Stellvertreter in Medina verlauten ließ (bevor er zur Schlacht von Tabuk aufbrach).
(Ali) sagte: "O Gesandter Allahs! Lässt du mich bei den Frauen
und Kindern?"
Er (Allahs Gesandter) sagte: "O Fürst der Gläubigen! Bist du nicht
damit zufrieden, dass du zu mir stehst, wie Harun zu Musa stand, als Musa (a.s.)
zu ihm sagte: "Nimm meinen Platz ein unter meinem Volk und handele recht." Dann
sagte Allah: "Und denen, die Befehlsgewalt unter euch haben.""
Allah ernannte Ali ibn Abi Talib (a.s.) als den Sachwalter der Angelegenheiten
der Ummah nach Muhammad, und als der Gesandte Allahs (s.) ihn seinen Platz in
Medina einnehmen ließ. Dadurch befahl Allah den Dienern, ihm (Ali a.s.) zu
gehorchen und nicht gegen ihn zu handeln. (Tafsir al-Burhan ).
Mujahid berichtete auch von Ibanah al -Falaki, dass er (der Vers) offenbart
wurde, als Abu Buraydah sich über Ali (a.s.) beschwerte. (Ibid.)
In Abaqatu 'l-anwar wurde on Yanibi'u 'I-mawaddah von ash-Shaykh Sulayman ibn
lbrahim al-Balkhi eine Überlieferung übermittelt, die von al-Manaqib von Sulaym
ibn Qays al-Hilali zitiert, der von Ali (a.s.) berichtet, wo er u. a.s. sagt:
"Das
mindeste, durch das ein Diener (Allahs) fehlgeht, ist dass er den Beweis Allahs (hujjatullah)
Des Erhabenen und Großen sowie Dessen Zeugen über Seine Diener, nicht kennt,
deren zu gehorchen und zu lieben Allah befohlen hat."
Sulaym sagt: "Ich sagte:
"Fürst der Gläubigen, beschreibe sie mir", und er (a.s.) sagte:
"(Sie sind) diejenigen, die Allah mit Sich und Seinem Gesandten verbunden hat (1) und sagte:
"Oh die ihr glaubt! Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen unter
euch, die Befehlsgewalt haben.""
Ich sagte zu ihm: "Möge Allah mich zu deinem Opfer machen! Erkläre mir das."
Er
sagte: "Die, (über die) der Gesandte Allahs an verschiedenen Orten und seiner
letzten Rede an dem Tag, an dem Allah (s.t.) ihn zu Sich nahm, sagte:
"Wahrhaftig, ich hinterlasse euch zwei schwerwiegende Dinge (Thaqalain). Ihr
werdet niemals nach mir fehlgehen, wenn ihr an ihnen festhaltet: Das Buch
Allahs, Des Allmächtigen und Großen, und meine Nachkommen, meine Ahlul-Bayt,
weil Allah, Der Barmherzige, Der Allwissende, mir versprochen hat, dass sie
niemals voneinander getrennt sein werden, bis sie zu mir ans Becken (von Kauthar)
kommen werden. So wie diese beiden hier (und er legte seine Zeigefinger
gegeneinander) und ich sage nicht: "wie diese beiden", und er legte seine Zeige-
und Mittelfinger gegeneinander. So haltet an beiden fest und geht ihnen nicht
voraus, sonst werdet ihr irregehen.""
Der Autor sagt: Überlieferungen von den Imamen der Ahlul-Bayt in ähnlicher
Bedeutung sind sehr zahlreich. Was wir hier angeführt haben, gibt Beispiele von
allen Bedeutungsschattierungen , die in den Überlieferungen beschrieben sind.
Wer mehr wissen will, sollte die Hadith-Bücher konsultieren.
Was frühere Quran-Interpreten angeht, so sind sie über den Ausdruck "ulu l amr"
geteilter Meinung.
Manche sagen, es bezeichne die rechtgeleiteten Kalifen, andere sagen, die
Kommandeure von Feldzügen, eine dritte Gruppe sagt, die Gelehrten.
Ad-Dahhak hat gesagt, dass es sich auf die Gefährten des Propheten (s.)
beziehe. Aber gleichzeitig widerlegt er diese Interpretation selbst, weil er
gesagt hat: "Sie sind Gefährten des Gesandten Allahs, da sie (zum Islam)
einluden (Da´wa) und Erzähler von Überlieferungen waren." Diese Interpretation
würde sich dann doch auf die Gelehrten beziehen.
Es soll angemerkt werden, dass viele Dinge und verschiedene Geschichten über den
Grund der Offenbarung dieses Verses berichtet worden sind;
aber wenn man über sie nachdenkt, dann kann es keinen Zweifel darüber geben, dass
sie alle bloße Versuche der Erzähler sind, den Vers auf eine andere Situation anzuwenden. Daher haben wir nicht alle angegeben, weil es
nicht von Wert wäre. Ihr mögt in Durru´l Manthur und das Tafsir von at-Tabari
schauen und andere Bücher wie sie, um dies zu beobachten.
A-Barqi überlieferte durch seine Kette von Abu´l Jarud, dass Abu Ja' far (a.s.)
über den Vers gesagt hatte:
"Doch nein! Bei deinem Herrn! Sie sind nicht eher Gläubigen, als bis sie dich zum
Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren
Herzen keinen Einwand (haraj) hegen gegen deinen Entscheid, und sich in Ergebung
fügen" [4 : 65]
"Ergebung ist Zufriedenheit und Befriedigung mit Seinem Entscheid." (al-Mahasin)
'Abdullah al-Kalili sagte dass Abu 'Abdillah (a.s.) gesagt hatte: :
"Wenn ein
Volk Allah allein verehrte, Der keinen Teilhaber hat, das Gebet verrichtet, die
Zakat gezahlt und die Hajj zu dem Haus (Allahs) verrichtet hat, im Monat
Ramadhan gefastet hat, und dann über etwas, das Allah oder Sein Gesandter getan
haben, sagen: 'Warum hat er das getan?' oder 'Wenn er es anders gemacht hätte,
(wäre es besser gewesen)' oder irgendeinen Ärger in ihren Herzen fühlen, dann
werden sie deswegen Götzendiener werden."
Dann rezitierte er den Vers:
"Doch nein! Bei deinem Herrn! Sie sind nicht eher Gläubigen, als bis sie dich zum
Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren
Herzen keinen Einwand (haraj) hegen gegen deinen Entscheid, und sich in Ergebung
fügen." [4 : 65]
Dann sagte Abu 'Abdillah (a.s.): "Es ist für euch verpflichtend, euch zu
ergeben." (al-Kafi)
Tafsir al - Ayyashi interpretiert das so:
"...über das, was Muhammad und die Nachkommenschaft Muhammads (s.)
entschieden haben."
der Autor sagt: Es gibt andere Überlieferungen ähnlich wie diese beiden. Die
Bedeutung, die der Imam (a.s.) angibt, erstreckt das Thema des Verses auf zwei
Punkte:
1.Der Vers deckt alle Entscheide und Beschlüsse ab, seien sie gesetzgebend oder
schöpfend.
2. Er macht keinen Unterschied, ob der Entscheid oder Beschluss von Allah oder
von Seinem Gesandten erlassen wurde.
Es sollte hier erwähnt werden, dass es andere Überlieferungen gibt, die den
Vers:
"Doch nein! Bei deinem Herrn! Sie sind nicht eher Gläubigen, als bis sie dich zum
Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren
Herzen keinen Einwand (haraj) hegen gegen deinen Entscheid, und sich in Ergebung
fügen."
auf die Wilaya (Führerschaft) von Ali (a.s.) beziehen oder die
Führerschaft der Ahlul-Bayt (a.s.). Sicherlich ist der Vers auf Allah, Seinen
Gesandten und die Imame der Ahlul-Bayt anzuwenden.
Shaykh Tusi berichtete in seinem "Amali" durch seine
Überlieferungskette von Ali (a.s.), dass er sagte:
"Ein Mann von den Ansar kam zum Propheten (s.) und
sagte:"Oh Gesandter Allahs! Ich kann es nicht ertragen, von dir getrennt zu
sein, und das so sehr, dass wenn ich mein Haus betrete und mich an dich
erinnere, ich mein Eigentum verlasse und hier zu dir komme um dich anzusehen, in
deiner Liebe. Dann erinnerte ich mich daran, dass wenn der Tag der Auferstehung
kommt, du in den Garten (Paradies) auf die höchste Stufe des Illyyin gehoben
werden wirst. Wie werde ich dich dann sehen können, oh Gesandter Allahs?"
Daraufhin wurde folgender Vers offenbart:
"Und wer Allah und dem Gesandten gehorcht, soll unter denen sein, denen Allah
Seine Huld gewährt hat unter den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern und
den Rechtschaffenen; und das sind die besten Gefährten." [4 : 69]
Daraufhin ließ der Prophet (s.) den Mann rufen und rezitierte ihm den Vers
und gab ihm die frohe Botschaft."
Dieses Thema ist auch mit sunnitischen Überlieferungsketten in Durru´l Manthur
berichtet worden, wo von al- Tabarani zitiert wurde, Ibn Marduwayh, Abu Nu´aim
(in Hilyatul Awliya) und ad-Diya al- Maqdisi in Mifatu´l jannah, wo er diese
Überlieferung als Sahih bezeichnete.
Ibn Shahrashub berichtet von Anas Ibn Malik von jemandem, den er benannt hatte,
von Abu Salih, von Ibn Abbas, dass er über diesen Vers gesagt hatte:
"Und wer Allah und dem Gesandten gehorcht, soll unter denen sein, denen Allah
Seine Huld gewährt hat unter den Propheten (d.h. Muhammad, s..) , den
Wahrhaftigen (Ali, a.s.), den Märtyrern (Ali, Ja´far, Hamza, al-Hassan und al-Hussain,
a.s.)
und den Rechtschaffenen; und das sind die besten Gefährten."
(Tafsir ‘al-Burhan)
Der Autor sagt: Es gibt andere Überlieferungen die die selbe Bedeutung aussagen.
Imam Baqir (a.s.) sagte: "Helft uns mit Gottesfurcht, denn wer Allah mit
Gottesfurcht begegnet, wird bei Allah Glückseligkeit erlangen, wie Allah Der
Allmächtige und Hohe sagte: "Und wer Allah und dem Gesandten gehorcht..."
Nachdem er den Vers verlesen hatte, sagte er:
"Daher, von uns ist der Prophet, und von uns ist der Wahrhaftige, und von uns
sind die Märtyrer und die Rechtschaffenen."
(al-Kafi)
Imam Sadiq (a.s.) hat gesagt: "Die Gläubigen sind von zwei Arten:
Die eine ist ein Gläubiger, der die Bedingungen erfüllt, die Allah ihm
auferlegt hat, er wird unter den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern und
den Rechtschaffenen sein, und wie hervorragend sind sie als Gefährten! Und er
wird unter denen sein, die Fürsprache einlegen (für andere) und keine Fürsprache
(von anderen) benötigen wird. Er ist unter denen, die nicht vom Schrecken dieser
Welt betroffen sein werden, noch von dem des Jenseits.
Die andere Art ist ein Gläubiger, der Fehler gemacht hat. Er ist wie ein
grüner Stängel, der sich in die Richtung biegt, in die ihn der Wind bläst, und
dann wieder in seine Stellung zurückkehrt. Er ist unter diesen, die von den
Schrecknissen dieser Welt betroffen sind und von denen des Jenseits und es wird
für ihn Fürbitte eingelegt werden, und er ist auf der guten Seite."
Der Imam weist in seinem Hadith darauf hin, was in dem Kommentar zu dem Vers
beschrieben wurde:
Der Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast (an´amta alaihim), dass diese Gnade
(ni´ma) die Wilaya (Liebe, Führerschaft, Freundschaft) bedeutet. Diese Erklärung
harmoniert auch mit den Versen:
"Siehe, über Allahs Freunde sollk eine Furcht kommen, noch sollen sie trauern.
Sie, die da glaubten und rechtschaffen waren." [10:62-63]
Daher können Allahs Freunde, die sich auf niemanden als auf Allah verlassen,
keine Unglücke erreichen.
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