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Die Geschichten der untergegangenen Völker,
sind sie eine Mahnung für uns oder nicht?

 

Manche behaupten, dass dies nur Geschichten über die vergangenen Völker sind, und für uns heute keinen Nutzen haben.

In dem folgenden Vortrag sollen ein paar wenige Ayat aus dem Koran genannt werden, die diese Aussagen widerlegen.

Wir können heute aus den Untaten der vergangenen Völker lernen, wenn man sich die Gründe anschaut, warum Allah swt. diese Völker bestraft hat. Ebenfalls sollte uns dann bewusst werden, dass uns, sofern die Menschen an ihrem üblen Tun festhalten, das gleiche "Schicksal", die gleiche Strafe ereilen kann, wie die vergangenen Völker.

Denn zu uns kam ein Warner, der Gesandte Gottes Muhammad (saas). Doch manche Menschen beachten diesen letzten Gesandten genauso wenig, wie die anderen Propheten vor ihm beachtet wurden.

Allah swt. jedoch wird, egal, zu welcher Zeit oder an welchem Ort, niemals etwas an Seinem Plan ändern:

"Und sie schworen bei Allah ihre festen Eide; wenn ein Warner zu ihnen käme, würden sie der Führung besser folgen als eines der anderen Völker. Doch als dann in der Tat ein Warner zu ihnen kam, so bestärkte sie das nur in ihrer Abneigung. [35:42]
(Sie sind) in Hochmut auf Erden und böse im Planen. Doch der böse Plan fängt nur seine Urheber ein. Erwarten sie denn etwas anderes als das Vorgehen gegenüber den Vorausgegangenen? Aber in Allahs Vorgehen wirst du nie eine Änderung finden; und in Allahs Verfahren wirst du nie einen Wechsel finden." [35:43]


Über den Pharao und den Prophet Moses (as) sind sehr viele Ayat im Heiligen Koran zu finden. Welchen Nutzen und welche Lehren können wir daraus für uns ziehen?

Allah swt. sagt in einer Aya ganz eindeutig, dass dies (die Geschichte des Pharao) eine Warnung für die folgenden Generationen ist, die jedoch von vielen nicht beachtet und gehört wird:

"Heute wollen Wir dich mit deinem Leib erretten, damit du für die, die nach dir kommen, ein Warnzeichen seist. Und viele von den Menschen lassen unsere Zeichen unbeachtet." [10:92]

Wissenschaftler haben eine Mumie, die im Museum von Kairo zu besichtigen ist, eindeutig als den Pharao Ramses II identifiziert, der Pharao, der zu Zeiten von Prophet Moses (as) geherrscht hat. Diese Mumie ist bis heute gut erhalten.

Ebenso liest man in Sure 69 von mehreren untergegangene Völkern, mit dem Hinweis, diese Verse sollen daran erinnern, was den alten Völkern widerfahren ist:

"Die Thamud und die Aad erklärten die Katastrophe für Lüge. [4]
Die Thamud nun wurden durch den hereinbrechenden Schrei vernichtet.[5]
Die Aad aber wurden durch einen gewaltigen eiskalten Wind vernichtet, [6]
den Er sieben Nächte und acht Tage lang immer wieder gegen sie einsetzte.
Da hättest du sehen können, wie die Leute dort auf dem Boden lagen, als wären sie Stämme hohler Palmen. [7]
Kannst du denn etwas sehen, was von ihnen übriggeblieben wäre? [8]
Und Pharao und diejenigen, die vor ihm lebten, und die verschwundenen Städte zeigten sündiges Verhalten.[9]
Sie waren gegen den Gesandten ihres Herrn ungehorsam. Da ergriff Er sie mit einem sich steigernden heftigen Griff. [10]
Als das Wasser (alles) überflutete, trugen Wir euch auf dem dahinfahrenden (Schiff), [11]
Um es für euch zu einer Erinnerung zu machen, und damit es von jedem aufnahmefähigen Ohr aufgenommen wird." [12]


Warum sollen die Menschen an diese Geschichten erinnert werden? Diese Geschichten sind für uns eine Führung. Das sagt uns die folgende Ayah:

"Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für die Verständigen. Es ist keine erdichtete Rede, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine deutliche Darlegung aller Dinge und eine Führung und eine Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk." [12:111]

Diese Völker verwarfen und verhöhnten alle das Wort Gottes. So war ihr Ende schlimm:

"Böse war dann das Ende derer, die Böses begingen, weil sie die Zeichen Allahs verwarfen und über sie zu spotten pflegten." [30:10]

So können wir diese Geschichten auch als Warnung für uns verstehen, da Allah swt. jeden Menschen, jedes Volk ermahnt:

"Und nie zerstörten Wir eine Stadt, ohne dass sie Warner gehabt hätte, zur Ermahnung; und nie sind Wir ungerecht." [26:208-209]

Allah swt. sagt auch, was dem vorausgeht, wie sich die Menschen in Sicherheit wiegen, wenn sie anfangen, nur die materielle, irdische Welt zu sehen. Doch das Er swt. uns in seiner Barmherzigkeit viele Warnungen gibt, anhand den Beispielen der Völker, die Er vernichtet hat.

"Und wenn Wir eine Stadt zerstören wollen, ergeht Unsere (letzte) Warnung an die üppig darin Lebenden. Wenn sie weiter freveln, erfüllt sich der Richterspruch an ihr, und Wir zerstören sie bis auf den Grund. [17:16]
Und wie viele Geschlechter vertilgten wir nach Noah! Und dein Herr kennt und sieht die Sünden Seiner Diener zur Genüge. [17:17]
Wer das Vergängliche begehrt, dann geben Wir ihm schnell das, was Wir wollen - dem, der Uns beliebt; danach haben Wir Dschahannam für ihn bestimmt, in der er brennt, verdammt und verstoßen. [17:18]


Doch manche leugnen das Wort Gottes, obwohl der Heilige Koran eine Warnung für alle Menschen ist, einschließlich der Geschichten der untergegangenen Völker:

Und wahrlich, es ist eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen. [69:48]
Und Wir wissen wahrlich, dass einige von euch Leugner sind. [69:49]
Und wahrlich, es ist ein schmerzhaftes Bedauern für die Ungläubigen. [69:50]
Und wahrlich, es ist die Wahrheit mit aller Gewissheit. [69:51]
Darum preise den Namen deines Großen Herrn. [69:52]


So erklärt uns der Heilige Koran mit dem Vers, was wir tun müssen, um der Strafe Allahs swt. entgegenzuwirken:

Die zuhören, was gesagt wird und nur dem Besten folgen. Das sind die von GOTT Rechtgeleiteten, und sie sind es, die Verstand haben. [39:18]

So sollten wir alle anfangen, zuzuhören, was Allah swt. uns über die vergangenen Völker zu erzählen hat, um nicht die gleichen Fehler machen, sondern unseren Verstand und unsere Vernunft nutzen, und aus diesen Geschichten eine Lehre für uns zu ziehen.

Denn, der Heilige Koran ist uns eine Rechtleitung:

Wahrlich, dieser Qur'an leitet zum wirklich Richtigen und bringt den Gläubigen, die gute Taten verrichten, die frohe Botschaft, auf dass ihnen großer Lohn zuteil werde. [17:9]
 

C. Feole

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